Bei den Mikrowohnungen in Kaufering wird Richtfest gefeiert

12.11.2018 13:55

Im Sommer 2019 sollen die ersten Mieter in der Anlage unweit des Kauferinger Bahnhofs einziehen. So viel kosten die Wohnungen. Von Sarah Arzberger

Noch steht in der Nähe des Kauferinger Bahnhofes der Rohbau. Auf den Gerüsten und in den Räumen tummeln sich Arbeiter. Tagsüber herrscht geschäftiges Treiben. In ein paar Monaten sollen dort Mikrowohnungen zum Einzug bereitstehen. Wie die künftig aussehen sollen, darüber informierte Bauherr Peter Kerler zusammen mit seiner Geschäftspartnerin Heide Groz jetzt beim Richtfest.

Anhand einer 21 Quadratmeterwohnung erklärte Kerler, wie die Apartments eingerichtet werden sollen. „Alle Wohneinheiten werden mit Maßanfertigungen möbliert. Ausgestattet werden sie mit einem Schrank, einer Garderobe, einer Küchenzeile, Tisch, Fernseher und einem Bett.“ Dabei habe man auf eine moderne, innovative und platzsparende Inneneinrichtung geachtet, um für Wohnkomfort zu sorgen. „Die Schlafkonstruktion ist beispielsweise ein ganz neues, raffiniertes System, das Bett und Sofa in einem vereint. So kann mehr Raum in der Wohnung geschaffen werden“, erklärt Kerler. Designt wurde die Inneneinrichtung von der Münchner Firma designfunktion, die sich auf „xs-living“ spezialisiert hat.

Die Bauarbeiten laufen nach Plan

Mit den Ergebnissen ist Peter Kerler sehr zufrieden. Für den Innenraum plane man, eine Grünfläche mit Sitzgelegenheiten anzulegen. „Es soll ein Ort entstehen, an dem die Bewohner sich treffen und Zeit genießen können“, sagt Heide Groz.

Der Grundstein für die Anlage wurde im Mai gelegt, mit dem Ziel, das Bauprojekt im Sommer 2019 abzuschließen. Dieses Ziel werde man auch erreichen, meint der gebürtige Landsberger Kerler. „Wir liegen voll im Plan. Alles ist wie am Schnürchen gelaufen, wie man so schön sagt.“ Es habe beim Bau keinerlei Komplikationen gegeben, die für Verzögerungen hätten sorgen können.

Von 24 bis 49 Quadratmeter

Der Grundriss für die Wohnungen ist laut Peter Kerler von Architekturpsychologen entworfen worden. Damit wollte man sicherstellen, dass sich die Bewohner trotz geringen Wohnraums wohlfühlen können. „So sind zum Beispiel alle Wohnungen nach Süden oder Westen ausgerichtet. Somit ist dafür gesorgt, dass die Sonne lange in die Wohnungen scheinen kann.“ Dies sei einem einfachem Kniff zu verdanken: Die beiden Baukörper mit Laubengängen wurden in L-Form angeordnet, sodass alle Wohnungen in die Sonnenrichtungen ausgerichtet werden konnten.

Insgesamt hat der Gebäudekomplex 60 Wohnungen. „Die Wohnungen im Erdgeschoss haben 24 Quadratmeter, die im ersten Geschoss 21 Quadratmeter. Die Apartments im Dachgeschoss verfügen über 28 Quadratmeter“, sagt Heide Groz. Außerdem gebe es noch zwei Apartments mit 49 Quadratmetern. Der Mietpreis bei der kleinsten Wohnung betrage 450 Euro kalt. „Die größeren Einheiten liegen dann vermutlich zwischen 560 Euro und 960 Euro Kaltmiete.“

Wird im Landkreis noch mal so ein Projekt realisiert?

Die Nachfrage nach den Wohnungen sei enorm. Der Verkauf für die Wohnungen laufe derzeit auf Hochtouren, wobei man einem klassischen Kapitalanlagenprinzip folge. „Zehn Prozent der Wohnungen haben wir bereits an Kapitalanleger verkaufen können. In kurzer Zeit werden es bald 20 Prozent sein“, so Kerler. Der Bauherr erklärt dies mit der Lage direkt am Kauferinger Bahnhof. „Die Wohnungen sind somit ideal für Pendler nach München oder Augsburg und Berufstätige hiesiger Firmen.“ Da der Andrang auf die Mikrowohnungen in Kaufering so groß sei, überlege man, weitere Projekte in der Region zu starten. „Es ist sehr gut möglich, dass wir in Zukunft weitere Mikrowohnungen für den Landkreis Landsberg planen. Wie man sieht, ist der Bedarf dafür riesig. Konkrete Pläne haben wir aber noch nicht“, sagt Heide Groz.

Quelle: Landsberger Tagblatt

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