Micro-Living - Markt für Mikro-Appartements wächst

29.07.2018 10:07

In Deutschland werden immer mehr möblierte Mini-Wohnungen verkauft. Die Preise sind „gesalzen“ wird behauptet -  an Nachfrage mangelt es trotzdem nicht. Woran liegt das?

Objekte entstehen seit einiger Zeit an allen Metropolen der Republik – aber auch in boomenden Mittelstädten. Mikro-Appartements gelten als einer der heißesten Trends auf dem deutschen Immobilienmarkt. Die Mini-Wohnungen sind oft nicht größer als ein Hotelzimmer.

Diskutiert werden nun die Mietpreise und die Kaufpreise. Bezieht man nun die Mieten oder Kaufpreise auf die übliche Bezugseinheit Quadratmeter, dann stimmt das mit dem „gesalzen“. Allerdings ist das nicht die richtige Betrachtungsweise. Das Augenmerk liegt hier grundsätzlich auf der Gesamtmiete und dem Gesamtkaufpreis je Apartment und nicht auf dem m²-Vergleich. Ein Vergleich mit klassischen Eigentumswohnungen ist dabei nicht sachgerecht.

Zum einen sind die Appartements meistens möbliert und können also unmittelbar bezogen werden. Unter anderem sind somit die höheren Kosten für die Maßnahme und die Einbauten und Möblierung zu berücksichtigen. 

Zum anderen bleibt für Anleger – von großer Bedeutung – die Investitionssumme überschaubar.

In Kaufering und in Landsberg sind derzeit Projekte am Laufen bzw. in Planung. Obwohl es sich bei beiden Projektierungen um sogenanntes Micro-Living handelt, sind die Zielsetzungen unterschiedlich. In Kaufering handelt es sich um eine Bauträgermaßnahme mit diversen Nutzungsmöglichkeiten wie studentisches Wohnen, Wohnungen für Mitarbeiter ortsansässiger Firmen, Berufsanfänger, Fernpendler etc.. In Landsberg geht es dabei um den sozialen Gedanken -  günstiger Wohnraum für Pflegekräfte. Die neue Asset-Klasse „Micro-Living“ hat somit aus verschiedenster Betrachtungsweise seine Begründung.

Der Markt für Mikro-Appartements boomt, weil Investoren nicht nur von den niedrigen Kreditzinsen, sondern auch von gesellschaftlichen Trends profitieren wollen. Deutschlands Städte wachsen schnell, Wohnraum ist entsprechend knapp und teuer. Es gibt hierzulande auch so viele Single-Haushalte wie nie zuvor: Inzwischen lebt in vier von zehn Haushalten nur eine einzige Person, in den Städten ist die Quote teilweise noch höher. Es gibt in Deutschland so viele Studenten und Single-Haushalte wie nie zuvor. Sie brauchen Wohnraum, haben aber in der Regel ein begrenztes Budget. 

Ob die neue Asset-Klasse eine sogenannte „nachhaltige“ Investition ist, wird sich zeigen. Ein Ende des Booms bei Mikro-Appartements ist jedoch noch nicht in Sicht. Bislang ist in den größten deutschen Metropolen die Nachfrage nach Ein-Zimmer-Wohnungen viel größer als das Angebot.

(Quelle:http://landsberger-monatszeitung.de/)

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